Pressemeldungen

Landesbischof im Außerschulischen Lernort

Besuch von Friedrich Weber im Kaiserdom

Von Bernd Schunke, Der Stadtbüttel, Dezember 2013

KÖNIGSLUTTER. Seit 2010 wendet sich die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Eigentümerin des Kaiserdoms, mit ihrem Angebot eines Außerschulischen Lernortes an alle Schulen der Region. Im Rahmen seiner Visitation in der Propstei Königslutter nutzte der Landesbischof Friedrich Weber die Gelegenheit, diesen am Kaiserdom kennenzulernen.

Der Kaiserdom macht Schule, ein Kirchenraum als Lernort, das erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich. Bereits in einer 1524 verfassten Schrift Martin Luthers an die Ratsherren aller Städte beklagte er den niedrigen Stand der Bildung und forderte die Ratsherren auf, sie sollten christliche Schulen einrichten und erhalten. So eine christliche Schule im weitesten Sinne ist auch der Außerschulische Lernort am Kaiserdom.

Die neuen Projektleiterinnen Dr. Birgit Heinz, Silke Hübner und Christine Jahn sowie weitere Mitarbeiterinnen präsentierten dem Landesbischof das umfangreiche Lernangebot. Neben den religionspädagogischen Workshops finden hier geschichtliche, kunstpädagogische, biologisch-geschichtliche und musikalische Workshops statt. Dieses Bildungsangebot orientiert sich an den Vorgaben der allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen. Religion und Bildung als Teil unserer Kultur ist eng miteinander verbunden und liefert einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

Die Mitarbeiterinnen erläuterten, dass der Raum Kirche vielen Schülern und Lehrern wenig vertraut ist und wie erstaunt Schüler sind, „dass Jesus nicht im Kaisergrab begraben liegt und die wunderbaren Malereien nach August von Essewein den Prozessionsweg vom Langhaus zur Majaestas Domini in der Apsis des Kaiserdoms darstellen“, erinnert sich Christine Jahn.

Über 3200 Schüler aus der gesamten Region haben bisher das breit gefächerte Angebot mit altersgerechten Workshops und verschiedenen fachlichen Schwerpunkten in und um den Kaiserdom genutzt.

Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber zeigte sich begeistert von der Vielfalt des Angebotes. Zum Abschied überreichten ihm die Mitarbeiterinnen einen Wohlfühltee sowie eine Engelsdarstellung des Schablonen-Workshops. „Ich komme wieder, beim nächsten Mal mit meinen Studenten“, versprach Weber.