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Kooperation wurde nun besiegelt

Außerschulischer Lernort: Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und das Julianum unterzeichnen Vertrag

Von Beatrix Flatt (Braunschweiger Zeitung, Helmstedt: 2. März 2012, Helmstedt Lokales, Seite H03)

KÖNIGSLUTTER. Raus aus der Schule und nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit Herz und Hand lernen. Möglich ist das an dem außerschulischen Lernort Kaiserdom in Königslutter.

Kooperationsvertrag

Gestern unterzeichneten Martin Schönau, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Julianum, und Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz als Eigentümerin des Kaiserdoms, einen Kooperationsvertrag.

Möglichst viele Schüler und Schülerinnen sollen den Kaiserdom erleben und nachhaltige Lernerfahrungen sammeln. Das ist das Ziel der Kooperation.

Jeder Schüler des Julianum sollte laut Schönau während seiner Schulzeit mindestens einmal den Kaiserdom besucht haben. In die Lehrpläne der Schule wird der Besuch des Kaiserdoms mit festgelegten Schwerpunkten aufgenommen. Das betrifft die Fächer Religion, Geschichte, Musik, Informatik und Kunst in unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Aufgrund dieser Fächerbreite ist diese Kooperation für Schönau etwas ganz Besonderes.

Außergewöhnlich sei diese Kooperation aber auch, da „wir nicht nur Nehmende, sondern auch Gebende sind“. So wird im Rahmen des Informatikunterrichts am Julianum beispielsweise der Internetauftritt des Außerschulischen Lernortes entwickelt.

Die Kooperation, die mit dem Vertrag offiziell wurde, existiert eigentlich schon länger. Lehrer des Gymnasiums Julianum waren laut Mathias Metzner, Koordinator für den außerschulischen Lernort Kaiserdom, maßgeblich an der Entwicklung der einzelnen Workshops beteiligt. „Die Angebote sollen den Curricula entsprechen“, formulierte Metzner den Hintergrund.

Für die siebten Klassen gibt es laut Geschichtslehrer Rainer Kuck ein Angebot im Kaiserdom mit einem Rollenspiel zur Kaiserkrönung Lothars. Das Thema Mittelalterliche Herrschaft werde somit für die Schüler erlebbar gemacht.

Die Musiklehrerin Sonja Seidel hat das Ziel, regelmäßig ein Schülerkonzert mit einem großen Orchester im Kaiserdom zu organisieren. Auch das Malen nach Schablonen können Schüler in Zukunft im Dom ausprobieren.

Für Metzner ist es selbstverständlich, dass Schüler bei jedem Workshop auch den Dom kennenlernen. Manchmal sei das mit einer Dom-Rallye verbunden.

Metzner betonte, dass der Kaiserdom selbstverständlich auch allen anderen Schulen als außerschulischer Lernort zur Verfügung stehe. Dafür gibt es ein umfangreiches Programm mit verschiedenen Workshop-Angeboten.

Tobias Henkel (Mitte), Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, und Martin Schönau, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Julianum (rechts) unterzeichneten gestern im Beisein von Mathias Metzner (rechts), Koordinator des außerschulischen Lernortes, den Kooperationsvertrag.

Foto: Beatrix Flatt